Sie sind hier: News
Zurück zu: Startseite
Weiter zu: Wichtiges für Bauwillige und Hauskäufer Statistik Studie DB Research Lokale Presse und ihre Alternativen Feiertagsgesetz NRW
Allgemein:

News

Rat der Stadt Recklinghausen stoppt Bauvorhaben
 
In seiner Sitzung am 22.04.2013 hat der Rat der Stadt Recklinghausen den Bau eines Hangars und/oder Werfthalle auf einem der Stadt gehörenden Erbpachtgrundstück abgelehnt.
Dadurch wurde eine Ausweitung des Flugverkehrs durch zusätzlich stationierte Flugzeuge und damit des Lärms durch eine beeindruckende Mehrheit im Stadtrat vereitelt. Lediglich die FDP findet an einer Ausweitung des Lärms scheinbar immer noch Gefallen und votierte für den Bau und die Lärmausweitung. In diesem Zusammenhang scheint die Auffassung des FDP-Fraktionsvorsitzenden Dr. Franz-Josef Bootz doch sehr weit hergeholt, die Hobbyfliegern auf Loemühle als wichtigen Wirtschaftsfaktor zu sehen.

Pressemitteilung zur beabsichtigten Erweiterung des

Verkehrslandeplatzes Loemühle durch den Neubau eines

zusätzlichen Hangars

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie Ihrer Zeitung zu entnehmen war, haben die privaten Betreiber des Verkehrs­landeplatzes eine Genehmigung zum Bau eines weiteren Hangars  bei der Stadt Marl beantragt.

Wie dem Pressebericht weiter zu entnehmen war, muss auch die Stadt RE einem solchen Ausbau zustimmen.

Die betroffenen Anwohner stellen fest, dass seit der Privatisierung der Lärm durch die Fallschirm­springer­maschinen und der Kleinhubschrauber erheblich zugenommen hat.

Das Bestreben des Kreises Recklinghausen, einen Landeplatz für Geschäftsfliegerei zu etablieren, ist trotz der Aufwendungen von mehreren Millionen Euro aus dem Kreisetat und dem Land NRW gescheitert.

Da auch die Errichtung eines weiteren Hangars einen Ausbau des Flugbetriebes darstellt, befürchten die Anwohner eine weitere Steigerung der Lärmbelästigungen besonders an Wochenenden und Feiertagen.

Die privaten Betreiber haben sich bisher als sehr rücksichtslos gegenüber den Anwohnern erwiesen: z. B.: nicht genehmigte Vorführungen besonders lauter Pyrotechnik bis nach 24 Uhr, Autorennen mit nicht gedämpften Motoren, Flugschauen mit besonders lauten, älteren Flugzeugen.

Da die Bezirksregierung Münster sich leider nicht um die Belange der Anwohner kümmert, ja im Gegen­teil, alles unternimmt den Fliegern gerecht zu werden, indem alle Formen von Fluggeräten zugelassen wurden und weiterhin Steuermittel vom Land flossen und fließen können (Infrastrukturmaß­nahmen), laufen Beschwerden leider ins Leere.

Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger fordern von der Stadt Marl einen rechtmäßigen Bebauungsplan für das Gelände um den Landeplatz. Es ist für niemanden nachvollziehbar, dass sich in und über einem Areal von ca. 20 ha private Betreiber rücksichtslos austoben dürfen und ein rechtsfreier Raum besteht.

Die LSG teilt nicht die Ansicht des Pressesprechers der Stadt Marl, Herrn Kohl, dass es sich bei der Expansion um ein ,,privilegiertes Vorhaben im Außenbereich handelt. Das Vorgehen der Stadt Marl wäre ein klarer Rechtsbruch, die Errichtung der Hangars illegal. Bei ,,privilegierten Vorhaben im Sinne des Paragrafen 35 des Baugesetzbuches sind Flugplätze nicht erwähnt!

In diesem Zusammenhang fordert die LSG in einem Offenen Brief an den Bürgermeister der Stadt Recklinghausen, Herrn Wolfgang Pantförder mit gebotener Dringlichkeit auf, dem Vorhaben, einen neuen Hangar zu errichten, nicht zuzustimmen.

 

Im Namen des Vorstandes und des Beirates

mit freundlichen Grüßen

 

Dietmar Schmahl

1. Vorsitzender

Der Koalitionsvertrag in NRW zwischen der SPD und Bündnis 90 / Die Grünen sieht folgendes vor:

 "Eine Subventionierung von Flughäfen und Verkehrslandeplätzen aus Landesmitteln findet nicht statt."
(Quelle: Gemeinsam neue Wege gehen, Koalitionsvertrag zwischen NRW-SPD und NRW Bündnis 90/Die Grünen, Juli 2010)

Das bedeutet, dass etwaige Ausbauszenarien der Lärmflieger von Loemühle jedenfalls nicht in der laufenden Legislaturperiode vom Land NRW bezuschusst werden. In wie weit auch andere versteckte, immer noch gewährleistete Subventionen unter diesen Stopp fallen, muss nun im Einzelnen geprüft werden.